Odznaczenia w Rapperswilu  

 

Minister Spraw Zagranicznych RP, p. Prof. W³adys³aw Bartoszewski wrêcza z³oty krzy¿ zas³ugi RP p. mgr in¿. Annie Piotrowskiej z Uznach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANNA PIOTROWSKA (30.03.1950)  

 

Studierte in Posen Ingenieurwissenschaften. Seit dem gegen die SOLIDARNOSC verhängten Kriegszustand, d.h. seit 1981 lebt sie mit ihrem Gatten Ryszard in der Schweiz. Dr. Piotrowski ist Oberarzt am Spital in Uznach. Seit ihrer Ankunft in Uznach sind beide Eheleute ausserordentlich beständig und fruchtbar für das Polenmuseum tätig. Zunächst beim Aufbau des Museumskiosks und  des „Geschenkbuchladens“ des Museums, in welchem wir zur kommunistischen Zeit an Besucher aus Polen dort sehr gesuchte, doch dank der Zensur in Polen nicht zugängliche, Bücher verteilten. Anschliessend wirkten beide in der neu gegründeten Polenbibliothek im Burghof am Hauptplatz in Rapperswil. Dort ist in der Zwischenzeit eine beachtliche Sammlung von rund 25 000 Bänden entstanden u.a. zu Themen wie Schweizer in Polen und Polen in der Schweiz, zur polni­schen Kunst, Kultur und Geschichte. Es entstehen verschiedene Archive so z.B. zur Geschichte des Polenmuseums Rapperswil. Ihrem Bemühen (unterstützt durch Piotr Mojski) verdanken wir, dass ein erheblicher Teil der Bestände bereits über Internet zugänglich ist.

 Dem guten Klima in der Bibliothek verdanken wir, dass dort noch weitere Personen freund­schaftlich und ehrenamtlich zusammenarbeiten (Sylwia Bielak, Janina Kasprzak, Ewa Wasik). Frau Anna ist oft der erste Kontakt  eines Besuchers im Polenmuseums den sie mit Charme, Auskunft und gutem Tee spüren lässt, dass er hier willkommen ist. Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen dort einzukehren.

 

NINA KOZLOWSKA (10.01.1947)

 

Wuchs in München auf und studierte dort und in Bochum Geschichte, Philosophie und Polonistik. Ihr Vater war Redaktor in der polnischen Abteilung des antikommunistischen Senders Freies Europa in München. Die Kontakte mit Persönlichkeiten des sich aus hervorragenden Intellektuellen zusammensetzenden zahlreichen Redaktionskollegiums prägten Ninas Weltbild und Denkweise in nachhaltiger Weise. Sie wuchs als Idealistin auf und es bis zum heutigen Tag geblieben. Das Polenmuseum ist einer der Nutzniesser dieser den Idealen verpflichteten Grundhaltung Nina Kozlowskas Hauptverdienst war und ist ihr beständiges Bemühen um fruchtbare Kontakte und ein gutes Verstehen zwischen Polen, Deutschen und Schweizern. Dieses Be­streben Brücken zu bauen zwischen Partnern der europäischen Familie ist deckungsgleich sowohl mit den Zielen des Polenmuseums Rapperswil, als auch mit dem Wirken unseres heutigen hochverehrten Gastes, Professor Bartoszewski und daher unsere seit Jahrzehnten währende Freundschaft, die in gemeinsa­men Idealen begründet ist.  

 

Minister Spraw Zagranicznych RP, p. Prof. W³adys³aw Bartoszewski wrêcza z³oty krzy¿ zas³ugi p. mgr  Ninie Koz³owskiej z Monachium

 

Seit 20 Jahren betreut Nina Kozlowska die Pressestelle des Polenmuseums mit Sitz in Mün­chen. Sie veranstaltete oder initiierte Dutzende von Begegnungen zwischen Deutschen und Polen in der BRD. Sie ersann und organisierte etliche gelungene Tagungen – von denen einige eingangs bereits erwähnt wurden (Das Recht auf ein freies Wort 1986; Erasmus 1986)  -, Ausstellungen (Der Maler Hilary Krzysztofiak, Stanislaw Zurad aus Dillingen)  oder Vorträge (Kazimierz Orlos) in Rapperswil. 

Seit 1985 ist Nina offizielle Vertreterin des Polenmuseums in Deutschland. Ihr ganz beson­deres Verdienst ist, dass Sie seit gut 20 Jahren als unsere Vertreterin lebhafte und vielfältige Kontakte zu deutschen und polnischen Persönlichkeiten und Institutionen in Deutschland unterhält, so z.B. zum Deutschen Poleninstitut in Darmstadt mit dem legendären Karl Dede­cius. Als Ergebnis dieser Kontakte erhalten wir jährlich das Resultat ihrer Sammelaktionen in Höhe von rund zwei tausend Mark. 

Eine weitere Brückenfunktion der heute geehrte ist ihre Tätigkeit als hochgeschätzte Übersetzerin und Redaktorin wichtiger zeitgenössischer Werke zumeist aus dem Polnischen in die deutsche Sprache und in einigen Fällen auch in umgekehrter Richtung.Unter Dutzenden dieser Übersetzungen finden wir u.a. 5 wichtige Werke von Wladyslaw Bartoszewski und ebenso viele von Gustaw Herling-Grudzinski, ferner von Bronislaw Geremek und Jerzy Stempowski. Ins Polnische wichtige Reden von Richard von Weizsäcker und Reinhold Lehmann.

 

Prof. W³adys³aw Bartoszewski in Rapperswil

 

 

Rapperswil Polensäule, Mittwoch den 29. August 2001,

Vordere Reihe von links nach rechts: Lorenzo CASTORE, Kunstfotograf aus Rom; Janusz MORKOWSKI, Direktor des Polenmuseums Rapperswil; Josef KELLER, Regierungsrat St. Gallen; Lili NABHOLZ, Nationalrätin; W³adys³aw BARTOSZEWSKI, Aussenminister Polens mit Gattin ZOFIA; Robert NEF, Leiter des Liberalen Instituts Zürich;  Martin KlÖTI, Stadtrat und stellv. Stadtpräsident von Rapperswil; Dr. Bernhard RUETZ, Liberales Institut Zürich.

 

Hintere Reihe von links nach rechts: Dr. Jerzy MARGAÑSKI, Botschafter Polens in Bern; Dr. Bettina JAQUES-BOSCH, Stadträtin von Rapperswil; Max BERTI, Ortsver­waltungsrat und Präsident des Vereins der Freunde des Polenmuseums Rapperswil; Walter DOMEISEN, Stadtpräsident von Rapperswil; Béatrice BRUNNER-KORMANN, Rapperswil.